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  Der Storch und Grossbottwar


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Weißstörche auf dem Frühjahrszug
 Weißstörche auf einer Wiese südlich von Montpellier aufgenommen am 12.01.2006                                    Foto: K. Pantle (8)


Der Wappenvogel              von Grossbottwar

Oben am Giebel des Rathauses ist in einer Nische ein Storch plastisch dargestellt. Schon seit Jahrhunderten schlägt der Wappenvogel mit seinem Schnabel die vollen Stunden zum Glockenschlag der Rathausuhr.

Auch bei  „GROSSBOTTWAR-FEIERT 2006“ ist der Storch als Emblem mit dabei. Die Forschung zur


Gemeindeheraldik geht davon aus, dass sich unter der Feder der Wappenzeichner eine Ente zur Gans oder zum Schwan und dann zum Storch entwickelt hat.
Seit wenn die ersten Störche in Grossbottwar brüteten ist unbekannt. Der Storch ist aus den osteuropäischen Stromtälern bei uns eingewandert. Als typischer Kulturfolger baut er sein Nest auf den Dächern hoher Gebäude. Zur Nahrungssuche braucht er weite Talwiesen mit feuchten Stellen wo er Frösche, Mäuse und Insekten findet. Am Rathaus ist ein Wappenstein mit einem Storch von 1556 angebracht. Auf der Ansicht von „Grosen Bodwar“ nach Andreas Kieser von 1686 nistete schon damals auf dem Rathausdach ein Storchenpaar.

In meiner Jugend, und dies ist schon lange her, schritten die Störche noch durch die Wiesen im Hoftal, Kleinbottwarer-Tal und Winzerhäuser-Tal. Wir saßen auf Gmelichs Staffel (heute Ev. Gemeindebücherei) und schauten hinauf zum weiß bekleckerten Rathausdach, sahen zu, wie der Storch mit Futter im Schnabel zu seinem Nest flog und von seinem Partner klappert begrüßt wurde.  

Ende der 50er-Jahre im letzten Jahrhundert - Storchennest und Sirene ist noch auf dem Dachfirst montiert - haben zwei Störche auf dem Rathausdach übernachtet. Es wird so um 1951 gewesen sein als das letzte Storchenpaar in Grossbottwar brütete. Die mit elektrischen Leitungen verdrahtete Landschaft, Pestdizideinsatz und Intensivierung in der Landwirtschaft, Probleme auf der Herbst- und Frühjahrswanderung haben dazu beigetragen, dass bei uns der Weißstorch verschwunden ist.

Der Weißstorch ist auch seit 1966 der Wappenvogel des NABU

Grossbottwar feiert
Wappenstein am Rathaus
Wappenstein am Rathaus
Ende der 50-er Jahre in letzten Jahrhundert haben zwei Störche auf dem Rathausdach übernachtet
Storchennest 1954 in Pleidelsheim
Störche auf dem Kirchendach in Pleidelsheim 1954
Abfliegender Weißstorch